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Wieviel Freiheit brauchen Lernräume?

Wie arbeiten Sie eigentlich am besten? Wie finden Sie zur bestmöglichen Konzentration? Sind Sie eher der Sitz-Denk-Typ? Oder müssen Sie herumlaufen, um kreativ zu werden?

Ich persönlich brauche Bewegung. Nicht durchgehend, aber zumindest in den Pausen. Und manchmal auch zwischendurch, um meine Kreativität wieder in Fluss zu bringen. Ich wechsele auch mal den Arbeitsplatz, je nachdem ob ich telefoniere, schreibe oder etwas in Ruhe lesen möchte.

Bei Kindern ist das noch viel ausgeprägter. Sie bringen deutlich bessere Schulleistungen, wenn sie beim Lernen ihren Körper einsetzen können. Das ist wissenschaftlich erwiesen und auch nicht neu. In Schulen sollte Bewegung daher ein natürlicher Bestandteil des Unterrichts sein, nicht nur beim Sport, sondern auch in allen anderen Fächern. Gruppenarbeit am Tisch oder auf dem Fußboden, Diskussionen in der Sitzecke und Lesen in der Ruhezone – das sind nur ein paar der vielen Möglichkeiten, die es gibt. Wenn wir dafür jedoch ständig Stühle rücken müssen, kostet das wertvolle Zeit. Wandern umgekehrt SchülerInnen unkoordiniert und unruhig hin- und her, stört das die anderen im Raum.

Wie schaffen wir nun gleichzeitig Raum für Bewegung, Aktivität und Konzentration?

Sitzen, stehen, liegen oder gehen

Wollen wir Schulräume neugestalten, ist es essentiell, frühzeitig zu überlegen und auch festzulegen, welches Bewegungsverhalten innerhalb der verschiedenen Bereiche der Schule möglich sein soll. Das reicht von der Turnhalle bis zum ruhigen „Studierzimmer“. Denn wie wir einen Raum gestalten, beeinflusst den Grad der Bewegungsfreiheit.

Højer Möbel hat für diese Entscheidung das Konzept der Vier Freiheitsgrade entwickelt und setzt dieses als grundlegendes Werkzeug für die Gestaltung der Lernumgebung ein.

Mit beispielhaftem Blick auf das Klassenzimmer gibt es dabei grob gesagt vier Einrichtungs- und damit auch Bewegungsvarianten:

  • Frontal: Stationäre Möblierung für frontalen Unterricht. Diese Form ermöglicht wenig Bewegung und eignet sich vor allem für Kino- oder reine Vortragsformate.
  • Flex: Flexible Möblierung, vor allem für Gruppenarbeit oder auch Prüfungssituationen. Hier bewegen sich eher die Lehrer, weniger die Schüler – und Stühlerücken ist vorprogrammiert.
  • Flow: Flexible Möblierung mit ganz unterschiedlichen Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb eines Raumes. Hier kombinieren wir Bewegung, Aktivität und Ruhe in einem Raum. Durch einzelne „Inseln“ gibt es geeignete Bereiche für jeden Lerntyp, speziell jüngere Schüler finden fast spielerisch zum aktiven Lernverhalten. Jeder kann sich bewegen, muss es aber nicht. Und Stühlerücken ist (fast) überflüssig.
  • Frei: Bei diesem Konzept ist wenig festgelegt. Es gibt fast alle Möglichkeiten der Bewegung und der Zusammenarbeit, jeder sucht sich seinen (Lern-)Platz innerhalb der Freiräume.

Das Ziel: den Lernraum optimal gestalten

Betrachten wir die vier Varianten, so ist es vor allem wichtig zu wissen, welche Bedürfnisse erfüllt werden sollen. Wie sollen sich die SchülerInnen innerhalb der Klassen bewegen? Dürfen sie sich aussuchen, ob sie sitzen, stehen oder liegen? Haben sie festgelegte Räume? Oder wechseln sie durch? Kann die Mensa außerhalb der Essenszeit ein Besprechungsraum für Lerngruppen sein? Oder wird sie zum Studierzimmer? Braucht die Schule einen Raum für Kino-Veranstaltungen oder Vorträge? Wie sieht es mit Einzelplätzen für Prüfungen aus? Und so weiter, und so weiter.

Wenn wir diese Fragen schon während der Planung beantworten und den Räumen die optimalen Freiheitsgrade zuordnen, schaffen wir Harmonie statt Unruhe. Wir stimmen die unterschiedlichen Aktivitäten in den verschiedenen Bereichen der Schule aufeinander ab. Damit der neue Lernraum alle Bedürfnisse erfüllt. Und Schüler ebenso wie Lehrer die Bewegungsmöglichkeiten bekommen, die sie benötigen, um optimal lernen bzw. optimal unterrichten zu können.